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Erfolgreiches Crowdfundingprojekt für Robotik

21.01.2019

WN Artikel vom 20.1.19, Oliver Hengst

„Das sind die Fachkräfte von morgen“, sagt Johann-Christoph Ottenjann und blickt auf jene Grundschüler der Martinischule, die um einen Tisch versammelt sind, einen kleinen Roboter in der linken und einen Stift, mit dem ein Tablet bedient wird, in der rechten Hand.

Bislang hatte sich die Schule die Roboter ausgeliehen (die Stadtbibliothek hat zum Beispiel welche). Nun hat die Schule eigene angeschafft. Ein Klassensatz „Bluebots“ (für die jüngeren Schüler), ein Satz „Ozobots“ und einige Tablets nebst Lernsoftware – da kommt schnell ein ordentliches Sümmchen zusammen, die eine Schule nicht mal eben rumliegen hat. Genauer gesagt: knapp 3500 Euro waren nötig. Die Schule wollte nicht warten, bis Land und Bund entsprechende Förderprogramme fertig haben. Die Lösung: Crowdfunding, jenes Instrument, mit dem Musiker neue Alben und Tüftler millionenschwere Technik-Projekte finanzieren.

Gemeinsam mit dem ZDI-Zentrum im Kreis Steinfurt (unter dem Dach der Wirtschaftsförderung WESt) ging man die Sache an – mit Erfolg: 35 Unterstützer brachten die Summe zusammen. Schüler, Eltern, Verwandte – aber auch lokale Unternehmen wie Möbel Ottenjann, D.W. Werbung, Schneider Feintechnik und der Verband Münsterländischer Metallindustrieller. Es kamen sogar 1000 Euro mehr zusammen als benötigt. Der Überschuss fließt dem ZDI-Medienzentrum Kreis Steinfurt zu, das Roboter-Schulungen anbietet. So profitieren letztlich alle Schulen des Kreises. „Das ist quasi die genossenschaftliche Idee digital umgesetzt“, sagt eine höchst zufriedene Birgit Neyer (Geschäftsführung WESt) beim Pressetermin. „Das war eine Premiere für alle ZDI-Zentren.“

Das Crowdfunding sei hervorragend gelaufen. „Ich bin begeistert. Das war super organisiert“, freut sich auch Ottenjann. Der Prozess habe eine ganz eigene, sportliche Dynamik in Gang gesetzt, auch weil man jederzeit nachsehen konnte, wie nah man dem Ziel schon gekommen ist. „Wir danken allen Unterstützern, ohne die wir das Projekt niemals so erfolgreich hätten abschließen können“, ist auch Gabi Wenke vom ZDI-Zentrum Kreis Steinfurt sehr zufrieden.

Dass man Kinder früh mit Technik und Informatik in Kontakt bringen muss, steht für Lehrerin Katja Möhring, außer Frage. Die Roboter sorgten für einen spielerischen Zugang. „Man muss MINT schon früh bekannt machen“, sagt sie, damit die Kinder, wenn sie in die weiterführende Schule kämen, damit schon vertraut seien. „Die Grundschulzeit ist der richtige Zeitpunkt, um den Spaß an der Technik zu wecken.“ Übrigens nicht nur bei Jungen. Auch Mädchen ließen sich dafür begeistern.

„Der Bedarf ist da, das Interesse ist da“, sagte Schulleiterin Agnes Langenhoff und verwies auf die emsig tüftelenden Kinder am Tisch. Dieses Interesse der Jungen und Mädchen für das Thema sei ein Potenzial, das man nutzen wolle und müsse. Nun müsse man die Lehrer mitnehmen. Dafür gibt es Schulungen. Ziel ist es, die Roboter nun fächerübergreifend in den Unterrichtsalltag zu integrieren.

Beim Pressetermin präsentierten Kinder, Lehrer, Sponsoren und Organisatoren die neuen Roboter.

Beim Pressetermin präsentierten Kinder, Lehrer, Sponsoren und Organisatoren die neuen Roboter.

Foto: Oliver Hengst

 

VIELEN DANK ALLEN UNTERSTÜTZERN!

 

 

 

 

Foto: Auch die Stadtwerke gehören zu Unterstützern

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Schulleiterin

Frau Agnes Langenhoff
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